Berufsorientierung aktuell 2021/22

BERUFS- UND STUDIENORIENTIERUNG

Berufs- und Studienorientierung ist Teil des Bildungswegs am Gymnasium. Sie wird fächerübergreifend von allen Schulfächern geleistet, wobei das Fach Politik & Wirtschaft den Schwerpunkt bildet. Die Lehrerinnen und Lehrer des Fachs Politik & Wirtschaft sind auch die Hauptansprechpartner bei der Berufsorientierung und betreuen die Praktika.

Am Überwald-Gymnasium Wald-Michelbach haben die Schülerinnen und Schüler an mehreren Punkten ihrer Schullaufbahn Gelegenheit, sich zu ihrer beruflichen Zukunft zu orientieren.

In der 7. Klasse beginnt der Unterricht im Fach Politik & Wirtschaft. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Berufswahlpass, in dem sie Informationen zur Berufsorientierung finden und eigene Fortschritte (z.B. auch Praktikumsbescheinigungen) dokumentieren können.

Ebenfalls in der 7. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler informiert über den jährlichen „Girls‘ Day“ bzw. „Boys‘ Day“ und ermuntert, daran teilzunehmen. Bei diesem eintägigen Praktikum geht es darum, in Berufe hineinzuschnuppern, die für das eigene Geschlecht untypisch sind. Wer dies nutzen möchte, sucht sich selbst einen Betrieb und meldet sich für diesen Tag individuell bei der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer vom Unterricht ab. Auch in höheren Klassenstufen ist eine Teilnahme möglich.

Anknüpfend daran soll eine Reflexion ermöglicht werden, um künftig Schülerinnen und Schülern unabhängig von Geschlecht, Herkunft und möglichen Beeinträchtigungen Perspektiven aufzuzeigen. Die ersten gewonnenen Eindrücke einer Berufswelt sollen u.a. auch Interesse für spätere Praktika wecken und die Schülerinnen und Schüler frühzeitig dafür sensibilisieren, nach ihren Fähigkeiten, Neigungen und Interessen einen späteren Berufswunsch zu entwickeln. Die Klassenleitung und das gesamte Klassenkollegium sind hierbei aktiv.

Der Politik- und Wirtschaftsunterricht vertieft diesen praktischen Prozess durch die Vermittlung theoretischer Grundkenntnisse des Wirtschaftens. Hier werden beispielsweise Plan- und Rollenspiele zum Thema Haushalten, (Taschen-) Geld & Schulden durchgeführt, die auch überfachliche Kompetenzen (soziale Handlungsfähigkeit) fördern sollen.

In Klasse 8 geht es auch um einen rechtlichen Rahmen jugendlichen Wirtschaftens (u.a. Geschäftsfähigkeit, Jugendschutz & einfache Beschäftigungsverhältnisse). Die Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht der siebten und achten Jahrgangsstufe Lebensverhältnisse von Menschen in Abhängigkeit von den natürlichen, wirtschaftlichen, politischen und den soziokulturellen Bedingungen beschreiben, unterscheiden und einordnen können.

Bezogen auf überfachliche Kompetenzen (vgl. Erlass zur Ausgestaltung der Berufs- und Studienorientierung in Schulen) gibt es am Überwald-Gymnasium fächerübergreifende Projekte und Workshops u.a. zu den Themen Prävention & Cybermobbing.

In Klasse 9 wird u.a. im Deutschunterricht das Thema Bewerbung behandelt, da das erste Betriebspraktikum im Schuljahr darauf ansteht. Hierzu wird an den Unterricht anschließend ein Workshop von der Arbeitsagentur in Anspruch genommen, um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sich künftig selbständig darzustellen bzw. einem Gegenüber zu präsentieren. Über das Schreibprodukt einer Bewerbung hinaus geht es um den Lebenslauf und im Stil eines Trainings auch um das Vorstellungsgespräch. Rollenspiele hierzu können auch in hohem Maße personale Kompetenzen herausbilden. Der fremdsprachliche Unterricht sowie die PoWi-Stunden greifen diese Themen ebenfalls auf.

Im Sinne einer Potentialanalyse werden in den Jahrgangsstufen der Mittelstufe im Vorfeld des ersten Betriebspraktikums mit den Schülerinnen und Schülern Überlegungen zu eigenen Stärken und Schwächen angestellt. Diese Selbsteinschätzungen sollen auch in die Wahl des Praktikums münden, das in der darauffolgenden Klassenstufe ein Kernstück einer Berufsorientierung sein wird.

In der 10. Klasse wird dieses zweiwöchiges Betriebspraktikum durchgeführt. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, intensive Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln und ihren Berufswunsch zu entwickeln. Der vergleichsweise späte Zeitpunkt am Ende der Mittelstufe trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler das Praktikum sehr ernst nehmen und sich mit ihrer beruflichen Zukunft produktiv auseinandersetzen. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich mit Hilfestellungen der Schule selbst einen Betrieb und bewerben sich dort. Die Betreuung übernehmen die Fachlehrerinnen und Fachlehrer Politik & Wirtschaft. Sie besuchen dabei jeden einzelnen Schüler, jede einzelne Schülerin im Betrieb und gewährleisten so eine enge Betreuung. Im Rahmen des Politik-&-Wirtschaft-Unterrichts wird das Praktikum auch vor- und nachbereitet und mit wirtschaftskundlichem Unterricht verbunden. Jeder Schüler, jede Schülerin fertigt einen ausführlichen Praktikumsbericht.

Ab der 10. Klasse bis zum Abschlussjahrgang der Oberstufe gibt es nun für jeden Schüler und jede Schülerin die Möglichkeit zur individuellen Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit Darmstadt, die dafür mehrfach im Schuljahr ans Überwald-Gymnasium kommt und Einzelberatungen anbietet. Die Termine hierfür werden nach Bedarf durch die Lehrerkräfte im Fach Politik & Wirtschaft vergeben. Bezogen auf die fachlichen Bildungsstandards im PoWi-Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht rund um das Praktikum eigene Einschätzungen zu ökonomischen Sachverhalten und Zusammenhängen im Sinne einer eigenen gesellschaftspolitischen Orientierung hinterfragen, überprüfen und bewerten können, die eigene ökonomische Situation kriteriengeleitet analysieren sowie die Perspektiven und Chancen hinsichtlich der Wahl des Bildungsganges, der Ausbildung und Berufswahl selbstständig analysieren können.

Ein zweites zweiwöchiges Betriebspraktikum wird in der 11. Klasse (im zweiten Halbjahr der Einführungsphase) durchgeführt. Nach den meist positiven Erfahrungen des ersten Praktikums können die Schülerinnen und Schüler hier ihren bisherigen Berufswunsch in einem anderen Betrieb überprüfen oder auch Erfahrungen in einem neuen Berufsfeld sammeln. Die Organisation des zweiten Betriebspraktikums erfolgt weitgehend eigenständig, die Fachlehrerinnen und Fachlehrer (Politik & Wirtschaft) stehen jedoch als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch für das zweite Praktikum wird ein Bericht angefertigt, der knapper ist und einen noch stärkeren Fokus auf die Reflexionsleistung der Schülerinnen und Schüler legt. Statt der Vor- und Nachbereitungstage gibt es im Vorfeld des Praktikums die Möglichkeit über das Erkundungstool CHECK-U eigene Kompetenzen bezüglich Berufs- und Studienorientierung weiterzuentwickeln.

Theoretische Fundierung, die mit den Erfahrungen des Praktikums verzahnt werden, bilden nicht nur die Inhalte des PoWi-Unterrichts der E-Phase (Wandel der Arbeit & Beschäftigungsverhältnisse). Der gesellschaftliche Wandel durch Digitalisierung ist fächerübergreifendes Unterrichtsthema und wird im kommenden Schuljahr insbesondere durch die Steuerungsgruppe Medienbildungskonzept am ÜWG methodisch und didaktisch weiter institutionalisiert.

In der 12. Klasse fahren die Schülerinnen und Schüler Ende Januar nach Darmstadt auf die „hobit“, die Hochschul- und Berufsinformationstage, wo sie sich an über hundert Ständen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Region und darüber hinaus informieren können. Dazu werden die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld informiert. Nähe Informationen finden sich auf der Seite http://hobit.de/.

Im fremdsprachlichen Unterricht gibt es die Möglichkeit in der Oberstufe Sprachzertifikate zu erwerben. Darüber hinaus finden vorrangig in der Oberstufe weitere Veranstaltungen zur Berufs- und Studienorientierung statt, wie z.B. Vorträge von ehemaligen ÜWG-Schülern über ihren beruflichen
Werdegang oder Informationsveranstaltungen der Agentur für Arbeit zu Berufsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen. Regelmäßig gibt es künftig die 90-minütigen Veranstaltungen „Wege nach dem Abitur“ und die Vorstellung „Duales Studium“ für alle Jahrgänge. Ebenfalls in Kooperation mit der Arbeitsagentur wird mit den Oberstufenjahrgängen an einem Schultag ein Assesment-Center simuliert. Des Weiteren gibt es den jährlich stattfindenden Informationsabend für Eltern und Elternbeiräte, bei dem die Berufsberaterinnen und Berater der Arbeitsagentur auch die Rolle der Elternschaft im Prozess beruflicher Orientierung beleuchten.

Schließlich stehen umfangreiche und regelmäßig aktualisierte Informationsmaterialien, die im Flur vor dem Sekretariat ausliegen, allen Schülerinnen und Schüler der Schule zur Mitnahme zur Verfügung.

Gez. Sören Lüdemann

Ansprechpartner für den Bereich Berufsorientung und Betriebspraktika ist Herr Lüdemann.

Die Bundesagentur für Arbeit informiert und berät zu allen Fragen rund um die Themen Berufsausbildung und Studium an dieser Schule. Weitere Informationen dazu im Portal der Bundesagentur für Arbeit.

BSO-Curriculum ÜWG 2021

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